Aktuelle Ausgabe

R. Lötscher, C. Habegger: Sozialversicherungen: Internationale Sozialversicherungen: Vor BREXIT – nach BREXIT

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Rafael Lötscher

Treuhänder und Sozialversicherungs-Fachmann mit eidg. FA
Partner, stv. Niederlassungsleiter, Leiter Fachgruppe Sozialversicherungen BDO AG, Zug
www.bdo.ch

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Cyrill Habegger

MLaw, dipl. Steuerexperte
Leiter Steuern, Leiter Fachgruppe Expatriates BDO AG, Zug
www.bdo.ch

Seit die Bevölkerung des Vereinigten Königreichs am 23. Juni 2016 in einem Referendum entschieden hat, aus der Europäischen Union austreten zu wollen, wurden verschiedenste Aspekte um den sogenannten «Brexit» thematisiert. Vorliegend soll eine Auslegeordnung vorgenommen werden, wie internationale Sozialversicherungsfragen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich abgehandelt werden, sollten im Verhältnis mit dem Vereinigten Königreich die gegenwärtig geltenden Verträge (EU-Verordnungen) wegfallen.

Nach dem Ja zur «Masseneinwanderungsinitiative» gab es in der Schweiz da und dort bereits Gedankenspiele, was eine allfällige Kündigung der Personenfreizügigkeit für die Schweiz bedeuten würde. Ein Bestandteil des Freizügigkeitsabkommens der Schweiz mit der EU ist bekanntlich auch der Anhang II, welcher der Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit dient. Aufgrund des durch die Bevölkerung des Vereinigten Königreichs (nachfolgend «England») beschlossenen Austritts aus der EU kann man sich solchen Gedankenspielen nun praxisnah und isoliert auf das Verhältnis zu England widmen. Es ist wohl bald Realität, dass die heute noch geltenden Freizügigkeitsabkommen mit der EU im Verhältnis zu England nicht mehr (unverändert) anwendbar sein werden. Die Autoren geben vorliegend einen Überblick, was das in Bezug auf die Sozialversicherungen konkret bedeuten könnte und wo sie Handlungsbedarf sehen.